Buchweizen

Herkunft: Ursprünglich stammt der Buchweizen aus Zentralasien. Wie er im 14. Jahrhundert nach Mitteleuropa kam ist nicht belegt, man nimmt aber an, dass die Mongolen ihn auf ihren Kriegszügen mitbrachten. Vor allem wurde er im Norden Deutschlands angebaut, da die genügsame Pflanze auch auf den nährstoffarmen und sauren Böden der Hochmoore gedeiht. Noch heute weist Buchweizen deutlich die Merkmale einer Wildpflanze auf, deren uneinheitliche Abreife die Ernte erschwert. Als Nahrungspflanze ist Buchweizen längst von ertragreicheren Getreidesorten verdrängt worden. Heute ist er allerdings vor allem in der Vollwertküche wieder sehr beliebt.

Botanik: Buchweizen, lateinisch Fagopyrum esculatum, gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Er wird oft als Getreide bezeichnet, obwohl er nicht zur Gattung der Gräser gehört. Seine Früchte, die an Bucheckern erinnern, haben zu dem Namen Buchweizen geführt. Anbaugebiete sind Asien, Russland, Nordamerika und Mitteleuropa. Die anspruchslose, raschwüchsige Pflanze gedeiht gut auf sandigen Böden und ist frostempfindlich. Buchweizen reift in nur zehn bis zwölf Wochen.

Aussehen und Geschmack: Die Buchweizenkörner ähneln Bucheckern und haben einen nussigen Geschmack.

Verwendung: Buchweizen wird zu Grütze, Grieß oder als Mehl zu Pfannkuchen und Fladen verarbeitet. Er wird auch als Einlage in Suppen oder als Bestandteil von Bratlingen verwendet. Zum Brotbacken ist Buchweizen nur mit anderen Mehlen nutzbar, da ihm Gluten für die Teiglockerung fehlt. Auch als Futterpflanze und zur Gründüngung ist er hervorragend geeignet. Ebenso als Bienennahrung.

Gesundheitswert: Buchweizen enthält besonders hochwertig zusammengesetzte Eiweißbausteine mit lebenswichtigen Aminosäuren. Der hohe Anteil an Eisen, Kalium, B-Vitaminen und vor allem Kieselsäure, wichtig für Haut, Haare und Nägel, sind für seine Nährstoffreichhaltigkeit bezeichnend. Dabei gilt Buchweizen als sehr leicht verdaulich. Vor allem enthält er kein Gluten und ist deshalb eine gute Getreidealternative für Zöliakiekranke.