Topinambur
Herkunft:
Ursprünglich stammt die Topinambur-Pflanze aus Amerika, von wo
aus sie 1607 französische Seefahrer nach Europa brachten. Bereits
1626 wurde Topinambur in Deutschland als Speise- und Futterpflanze
angebaut. Mitte des 18. Jahrhunderts kam es zur Verdrängung durch
die lagerfähige Kartoffel. Seit einigen Jahren wird Topinambur
mehr und mehr als gesundes, vollwertiges Nahrungsmittel wieder entdeckt.
Botanik:
Topinambur ist abgeleitet von dem Namen des Indianerstammes der Tobinambas.
Der lateinische Name lautet Helianthus tuberosus, es gibt aber auch
eine Vielzahl von deutschen Namen für die Pflanze: Knollensonnenblume,
Erdbirne, Erdapfel, Erdartischocke, Jerusalemartischocke, Zuckerkartoffel,
Indianerknolle und Wildkartoffel. Topinambur gehört zur Familie
der Korbblütler und blüht ab September mit einem dottergelben
Blütenkranz mit braunem Auge. Die Pflanze wird zwei bis drei
Meter hoch, ist ausdauernd und frosthart bis -30° C.
Aussehen
und Geschmack:
Die Topinambur-Pflanze ähnelt einer kleinblütigen Sonnenblume
und hat eine essbare Knolle. Diese kleine bis mittelgroße Knolle
mit gelber, violetter, roter oder brauner Schale und weißlich-gelbem
Fruchtfleisch schmeckt von nussig bis schwarzwurzel-/artischockenähnlich.
Eine Lagerung der Knollen ist, anders als bei Kartoffeln, nicht möglich.
Verwendung:
In der Küche ist Topinambur roh, (als Salat oder Rohkostgericht),
gedünstet, gebacken oder gebraten zu verwenden. Industriell wird
die Knolle zur Zucker-/Fructoseherstellung verwendet. Aber auch zur
Herstellung von Sirup (das DETMERS Topinambur-Crunchy wird darin geröstet),
Alkohol und Bränden, Füllstoffen für Fast Food-Gerichte
und Grundstoffen für Kaffee-Ersatz wird Topinambur genutzt.
Gesundheitswert:
Durch den Kohlenhydratanteil von 15 bis 20 % sowie den hohen Mineral-
und Vitamingehalt ist die Topinamburknolle ein nährstoffreiches
Gemüse. Der überdurchschnittliche Inulingehalt von bis zu
16 % gaben Topinambur auch den Namen "Diabetikerkartoffel",
denn das Kohlenhydrat Inulin wird im Magen in für Diabetiker
verträglichen Fruchtzucker aufgespalten.